Hans Koller & Friends

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Live-Aufnahme aus der Städtischen
Festhalle Pirmasens, 13. November 1959

Hans Koller (ts), Martial Solal (p), Michel de Villers (bs),
Roger Guérin (tp, fl), Fred Dutton (b), Hartwig Bartz (dr),
Percy Heath (b), Connie Kay (dr)

Laufzeit: 39:15 · Format: Vinyl

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Seite A: Benny‘s Blues
Oscar
Dawborn‘s Mood


Seite B: Mister B Blues
Margaret Rose
All The Things You Are

À bout de Souffle

Alles beginnt mit einem brillanten Solo auf dem Tenorhorn. „Benny’s Blues“ – sehr cool gespielt! Das ist die Art von
Performance, wie man sie eigentlich nur aus dem Saint Germain de Près oder dem Hackensack hört, dem legendären
Aufnahmestudio, in dem Rudy van Gelder seine Magie an Nummern wie Adderleys “Somethin’ Else” wirkte. Ein
Bariton kommt hinzu, gefolgt von zwölf entfesselten Trompetentakten dieses geradezu übernatürlich talentierten
Musikers, der in Paris ebenso begehrt war wie in New York. Aber halt – das ist ja Martial Solal am Piano, gar nicht
Hank Jones, und der Mann an der Trompete ist nicht Miles, sondern Roger Guérin! Denn das hier ist die Städtische
Festhalle in Pirmasens, der alten Schuhmacher-Stadt.

Wir schreiben den Herbst 1959; Jazz ist en vogue, das Fernsehen hat Einzug gehalten in den Wohnzimmern der
Republik, und im Kino ist Freddy Quinn eine ganze Weile „Unter fremdem Sternen“ verloren gegangen. Doch die
Zuhörer der “SWF Jazz Session” an diesem Abend in Pirmasens durften ein magisches Franko-Germanisches Zusammentreffen
erleben, auf dem kein Hauch des Kriegsschattens lag. 1959 war überhaupt ein gutes Jahr für Hans
Koller: Er hatte eine fast schon brüderliche Beziehung zu Oscar Pettiford entwickelt und den Soundtrack zu einem
nostalgischen Ufa-Film mit Albert Mangelsdorff, Günter Leimstoll und Horst Jankowski aufgenommen. Auch war er
schon seit langem einer der liebsten Günstlinge der Jazz-Ikone Jo Berendt, eines Mannes, der die Jazz –Szene in
der geteilten Republik intimst kannte und genau wusste, wo und wie er seinen Schützling auf der Bühne, in Radio
und TV sowie auf Festivals präsentieren musste.

Produziert von Meistern ihres Fachs

Nicht umsonst genießen die deutschen öffentlich-rechtlichen
Rundfunkanstalten ein hohes Ansehen in der ganzen Welt.
Kaum an anderer Stelle wurde und wird mit so hohen Standards
gearbeitet wie in Deutschland. Der SWR, der damals
Südwestfunk (SWF) hieß, macht da keine Ausnahme. Gerade
zu Wirtschaftswunderzeit, als der größte Teil dieser Einspielungen
entstanden ist, waren die Möglichkeiten maximal:
Geld für technische und personelle Ausstattung war reichlich
vorhanden, von beidem wurde reichlich Gebrauch gemacht.
Und darf sich der SWR rühmen, mit diesen Künstlern sowohl
im Studio als auch auf der Bühne vor Publikum Tondokumente
eingefangen zu haben, die heutzutage schlicht nicht mehr
machbar wären, weil die Produktionskosten astronomisch
wären.


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